Am Freitag, 27. März 2026, beteiligt sich Landrat Johannes Huber am Aktionstag des Landkreistages Rheinland-Pfalz unter dem Motto „Wir Landkreise strampeln uns ab!“ in Mainz. Gemeinsam mit den Landrätinnen und Landräten aus ganz Rheinland-Pfalz nimmt er an einer Fahrradtour von der MEWA-Arena bis zum Landtag teil, um auf die äußerst angespannte finanzielle Lage der Landkreise aufmerksam zu machen.
Der Anlass der Aktion ist ernst: Auch der Landkreis Kusel steht vor erheblichen haushaltspolitischen Herausforderungen. Nach aktueller Planung weist der Haushalt für das laufende Jahr ein Defizit von rund 30 Millionen Euro aus. Die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) hat den Haushalt nur unter strengen Auflagen genehmigt.
Besonders die durch Bundes- und Landesgesetzgebung verursachten, stark steigenden Pflichtausgaben – vor allem in der Jugendhilfe und im Sozialbereich – sowie allgemein wachsende Kosten setzen den Kreishaushalt massiv unter Druck. Die ADD weist in ihrer Bewertung ausdrücklich darauf hin, dass die dauerhafte Leistungsfähigkeit des Landkreises derzeit nicht gesichert ist.
„Die Finanzausstattung der Landkreise in Rheinland-Pfalz ist nahezu flächendeckend ein erhebliches Problem. So kann es nicht weitergehen. Wir sehen uns mit stark steigenden Pflichtausgaben konfrontiert, ohne dass die Einnahmeseite entsprechend mitwächst. Wir müssen arbeits- und handlungsfähig bleiben – für unsere Bürgerinnen und Bürger. Dafür brauchen wir eine deutliche Entlastung bei den gesetzlichen Verpflichtungen und ganz klar: mehr Geld“, so die gemeinsame Haltung der Landrätinnen und Landräte.
Mit seiner Teilnahme am Aktionstag setzt Landrat Johannes Huber ein deutliches Zeichen für die schwierige Lage der kommunalen Haushalte und die Notwendigkeit nachhaltiger Lösungen auf Landes- und Bundesebene.
Johannes Huber betont: „Wir setzen uns mit voller Kraft für unsere Landkreise in Rheinland-Pfalz ein. Doch ohne den notwendigen finanziellen Rückenwind geraten die kommunalen Haushalte immer stärker an ihre Belastungsgrenzen. Deshalb brauchen wir ein klares Miteinander und verbindliche Mitspracherechte im Rahmen der Koalitionsverhandlungen der neuen Landesregierung.“
Quelle: Kreisverwaltung Kusel, Pressestelle